Joggen mit Hund: So startest du sicher
Die meisten gesunden erwachsenen Hunde lernen das Laufen lieben. Aber der Start zählt. Warte, bis die Gelenke ausgewachsen sind, frag deinen Tierarzt vor dem ersten Lauf um Rat und steigere die Strecke langsam, am liebsten auf weichem Untergrund. Mit einer Joggingleine mit Bauchgurt und Ruckdämpfer lauft ihr beide deutlich angenehmer.
Ist dein Hund bereit zum Laufen?
Zuerst das Alter. Die Wachstumsfugen deines Hundes müssen geschlossen sein, bevor er längere Strecken an der Leine läuft. Das passiert irgendwann nach dem ersten Lebensjahr, bei großen Rassen später. Mit einem Welpen über den Gehweg zu joggen bringt dir jetzt ein paar schöne Monate und später Gelenkprobleme. Lass junge Hunde also frei auf der Wiese toben und heb dir die echten Kilometer für später auf. Auch der Körperbau spielt mit. Sportliche Rassen mit langer Schnauze kommen meist gut ins Laufen. Kurzköpfige Rassen bekommen nur schwer genug Luft, um sich abzukühlen, und sind bei warmem Wetter keine guten Kandidaten für lange Strecken. Gewicht, Alter und alte Verletzungen verändern das Bild ebenfalls. Deshalb ist ein kurzes Gespräch mit deinem Tierarzt der ehrliche erste Schritt. Dieser Ratgeber gibt allgemeine Tipps und ersetzt keine tierärztliche Beratung.
Die Ausrüstung, die es angenehm macht
Mit der Leine in der Hand zu laufen ruiniert deinen Laufrhythmus, und jedes Eichhörnchen wird zum Angriff auf deine Schulter. Die übliche Lösung ist ein Bauchgurt mit elastischer Joggingleine. Der Gurt hält dir die Hände frei, und das elastische Stück fängt die kleinen Rucke ab, wenn dein Hund das Tempo wechselt, sodass keiner von euch mitgerissen wird. Hak die Leine an ein gut sitzendes Geschirr, niemals an ein Halsband. Ein laufender Hund, der ins Ende der Leine rennt, muss diese Kraft mit der Brust abfangen und nicht mit dem Hals. Das Reflective Hands-Free Running Leash Set erledigt alles auf einmal: Bauchgurt, ruckdämpfende Leine und reflektierende Nähte für den frühen Morgen und den späten Abend, genau die Stunden, in denen du im Sommer wirklich läufst. Prüf vor jedem Lauf, wie das Geschirr sitzt. Ein Riemen, der beim Spaziergang nur etwas scheuert, scheuert nach fünf Kilometern richtig auf.
Steigere die Strecke langweilig und ruhig
Hunde sind Enthusiasten, keine Planer. Deiner läuft weiter, als gut für ihn ist, schaut dabei überglücklich aus und bezahlt am nächsten Tag dafür. Die Disziplin muss also von dir kommen. Fang mit einem Wechsel aus Gehen und Laufen auf einer kurzen Runde an, bleib die ersten Wochen vorsichtig und steigere die Strecke nach und nach. Ändere immer nur eine Sache auf einmal, genau wie in einem Anfängerplan für Menschen. Schau auf deinen Hund, nicht auf deine App. Zurückfallen, schon früh stark hecheln oder sich unterwegs hinlegen sind Signale zum Aufhören, nicht zum Durchziehen. Weicher Untergrund wie Waldwege und Gras ist freundlicher als Asphalt, solange die Kondition noch wächst. Und Ruhetage sind für Hunde genauso wichtig wie für Menschen. Ist dein Hund am Tag nach dem Laufen noch steif oder schlapp, war es zu viel.
Wasser, Hitze und Pfoten
Ein laufender Hund kühlt sich fast nur über das Hecheln ab, und das kostet Flüssigkeit. Nimm also auf jeden Lauf Wasser mit, der nicht kurz und kühl ist. Ein faltbarer Napf, der flach in deine Tasche passt, bedeutet unterwegs einen echten Schluck, statt auf eine Pfütze zu hoffen. Der Travel Pet Feeder faltet sich flach zusammen und passt problemlos in einen Laufgürtel oder Rucksack. Nimm Hitze ernst. Lauf im Sommer früh am Morgen, fühl vor dem Start mit dem Handrücken, wie warm der Gehweg ist, und such dir Schatten und Gras, sobald es wärmer wird. Schau dir nach dem Lauf kurz die Pfoten an. Ballen halten einiges an Strecke aus, aber sie nutzen sich ab wie jedes Material. Leckt dein Hund nach dem Laufen an seinen Pfoten, bittet er dich, mal nachzusehen.
Gutes Benehmen unterwegs gehört zum Training
Ein laufender Hund ist immer noch ein Hund auf der Straße. Er muss zuverlässig auf seinen Namen hören, ordentlich an anderen Läufern und Hunden vorbeigehen, und er braucht einen Menschen, der Kotbeutel dabeihat. Pack ein paar Leckerlis und die Beutel in einen Leckerlibeutel an deinem Gurt, dann unterbrechen Belohnen und Aufräumen den Rhythmus nicht. Bring deinem Hund früh ein paar einfache Laufkommandos bei, ein Wort fürs Langsamerwerden und eins für den Seitenwechsel, und belohne sie großzügig. Kreuzungen, Radfahrer und schmale Wege werden dann zur normalen Routine statt zu kleinen Notfällen. Was du für eine Saison geduldiges Training zurückbekommst: jahrelang den besten Laufpartner, den du je hattest. Immer kostenlos, immer motiviert und nie am Handy.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter kann mein Hund mit mir joggen gehen?
Erst wenn die Wachstumsfugen geschlossen sind. Das ist meistens irgendwann zwischen 12 und 18 Monaten, je nach Rasse und Größe, bei großen Rassen später. Frag deinen Tierarzt vor dem ersten richtigen Lauf um Rat. Welpen lässt du besser beim freien Spiel auf weichem Boden toben.
Wie weit kann ein Hund laufen?
Das hängt von Rasse, Kondition, Wetter und Alter ab. Bau es also so auf wie bei Menschen: Fang mit einer kurzen Mischung aus Gehen und Laufen an und steigere die Strecke langsam, während du darauf achtest, wie sich dein Hund erholt. Viele fitte mittelgroße Hunde schaffen irgendwann bei kühlem Wetter 5 bis 10 km ohne Mühe, aber die Zahl bestimmt der Hund neben dir.
Ist eine Joggingleine zum Umschnallen sicher?
Ja, mit dem richtigen Aufbau: ein Bauchgurt, ein elastisches Stück, das Rucke abfängt, und die Leine an einem gut sitzenden Geschirr statt an einem Halsband. Lass deinen Hund auf der Seite laufen, die vom Verkehr abgewandt ist, und bring ihm einfache Kommandos fürs Bremsen und Abbiegen bei.